Atombombenopfer mahnen: Beitritt zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag!

Am 6. und 9. August 1945 wurden die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. Innerhalb kürzester Zeit verdampften und verbrannten Zehntausende Menschen. In den folgenden Jahrzehnten wurden unzählige weitere Menschen Opfer dieses Infernos sowie der mehr als 2.000 Atomtests in Afrika, Asien, Australien, Europa, Nordamerika und dem pazifischen Ozean.
Vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022 und der nuklearen Drohgebärden Russlands fand in Wien vom 21. bis 23. Juni die erste Vertragsstaatenkonferenz des UN-Atomwaffenverbotsvertrages statt. Der Vertrag trat am 22. Januar 2021 in Kraft. Bis heute sind ihm 66 Länder beigetreten. Auch die internationale Zivilgesellschaft und die Mayors for Peace waren mit zahlreichen Delegierten in Wien vertreten. Überlebende der Atombombenabwürfe in Japan, der Atomtests sowie ihre Nachfahren berichteten über die beispiellose humanitäre Katastrophe, die diese Massenvernichtungswaffen verursachen.

Heute bedrohen uns weltweit noch immer 12.700 Nuklearwaffen! Die Atommächte planen, Milliardensummen in die Aufrüstung ihrer Arsenale zu investieren. Friedensforscher*innen warnen vor einem neuen nuklearen Wettrüsten. In Deutschland sollen neue Trägerflugzeuge für neue, zielgenauere Atombomben in Büchel angeschafft werden..
Wir begrüßen, dass die Vertragsstaaten in Wien ihre Besorgnis und Bestürzung über die Drohungen mit und den Einsatz von Atomwaffen zum Ausdruck gebracht haben und unmissverständlich "alle nuklearen Bedrohungen, ob explizit oder implizit und ungeachtet der Umständen" verurteilten.
Wir begrüßen, dass Deutschland an der UN-Konferenz als Beobachterstaat teilgenommen und andere NATO-Staaten ermutigt hat, ebenso daran teilzunehmen.
Wir freuen uns, dass sich neben vielen zivilgesellschaftlichen Gruppen und Kirchen über 600 deutsche Europa-, Bundestags- und Landtagsabgeordnete, fast 140 Städte sowie 4 Landtage für den Beitritt der Bundesregierung zum Verbotsvertrag aussprechen.

Wir bitten die Bundesregierung,
- Atomwaffen aufgrund der katastrophalen humanitären Folgen ihres Einsatzes zu ächten
- auf dem Weg zur Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrags auf die atomare Bewaffnung neuer Kampfflugzeuge
  zu verzichten
- kooperative Sicherheit durch eine Politik der Friedenslogik in den Blick zu nehmen und damit die nukleare Abschreckung
  überwinden zu helfen

Wir rufen für den 6. und 9. August deutschlandweit zu Gedenkaktionen auf, um an möglichst vielen Orten sichtbar an die Opfer zu erinnern und einen deutschen Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot zu fordern!

Eine Aktion der Pacemakers - Radmarathon für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen in Kooperation mit der Friedenswerkstatt Mutlangen e.V., den Internationalen Ärzten zur Verhütung eines Atomkriegs (IPPNW) Deutschland e.V., der Kampagne "Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt", dem Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V., Ohne Rüstung Leben e.V.

www.atomwaffenfrei.de, www.pace-makers.de, www.pressehuette.dewww.ippnw.de, www.icanw.de, www.ohne-rüstung-leben.de

Die mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder und müssen ausgefüllt werden.

Meine Angaben
Powered by BreezingForms