AUFRUF

An die Bundesregierung: Unterzeichnen Sie das UN-Atomwaffen-Verbot!

Liebe Mitstreiter/innen für eine atomwaffenfreie Welt,

gerne schreiben wir Sie und Euch heute an mit der Bitte um Unterstützung für unseren Aufruf zu einem Verbot von Atomwaffen, der am 4. August in überregionalen Tageszeitungen veröffentlicht wird.

Heute vor einem Jahr, am 7. Juli 2017 wurde von 122 Staaten der Verbotsvertrag von Atomwaffen beschlossen. ICAN wurde für die jahrelangen Bemühungen hierzu am 10. Dezember 2017 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Seit September 2017 liegt dieser historische Vertrag zur Unterschrift aus. Aktuell wurde er von 59 Staaten unterzeichnet. Unser Nachbarland Österreich gehört zu den 10 Staaten, die ihn bereits ratifiziert haben. Leider fehlen sowohl alle Atomwaffenstaaten als auch alle NATO-Staaten incl. Deutschland.
Dieser Vertrag wird Atomwaffen delegitimieren, stigmatisieren und ächten. Und damit Druck auf die noch fehlenden Staaten ausüben. Das ist umso wichtiger als dass die sogenannte Doomsday Clock Anfang des Jahres noch einmal vorgestellt wurde - auf zwei Minuten vor zwölf. Denn alle Atomwaffenstaaten planen die Aufrüstung ihrer nuklearen Arsenale.

 

Jetzt liegt es an uns, der Zivilgesellschaft, uns aktiv für ein Verbot und die Vernichtung aller Atomwaffen einsetzen.

Aus diesem Grund schalten wir, wie in den Vorjahren anlässlich der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki, am 4. August Anzeigen in überregionalen Tageszeitungen.

An diesem Wochenende setzen erneut über 200 Bürgermeister vor ihren Rathäusern ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen und den Beitritt Deutschlands zum Verbotsvertrag, indem sie die Flagge des weltweiten Städtebündnisses „Bürgermeister für den Frieden“ (Mayors for Peace) hissen.

>>> Unterzeichnen auch Sie den Aufruf als Einzelperson oder Organisation bis Montag, 30. Juli

>>> Wir freuen uns auch über Ihre Spenden von mindestens 20 Euro als Einzelperson oder 50 Euro als Organisation damit wir die Zeitungsanzeigen am 6. August schalten können.
Bankverbindung: PAX AN, GLS Bank, IBAN DE90430609677021195400 | BIC GENODEM1GLS, Verwendungszweck: Pacemakers Aufruf 2018

>>> Helfen Sie mit und suchen Sie engagierte Menschen aus allen Bereichen der Zivilgesellschaft, Freunde, Bekannte und Verwandte, die den Aufruf ebenso unterzeichnen.

Besten Dank und friedliche Grüße

Roland Blach

Pacemakers, c/o Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Landesverband Baden-Württemberg, Werastr. 10, 70182 Stuttgart, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

An die Bundesregierung: Unterzeichnen Sie das UN-Atomwaffen-Verbot!

122 Staaten haben im Juli 2017 einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen beschlossen. Mehr als 50 Staaten haben ihn bislang unterzeichnet, einige ratifiziert. Bislang fehlt Deutschland bei diesem historischen Abkommen. Die Internationale Kampagne zur Abschaffung aller Atomwaffen (ICAN) hat für ihr herausragendes Engagement mit ihren 470 Partnern weltweit 2017 den Friedensnobelpreis erhalten und bekam dafür auch große Anerkennung durch jetzige Mitglieder der Bundesregierung.Zu den Jahrestagen der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki zitieren wir Setsuko Thurlow, die als Überlebende (Hibakusha) bei der Nobelpreisverleihung in Oslo einen Teil der Dankesrede hielt:
„Neun Nationen drohen noch immer damit, ganze Städte in Schutt und Asche zu legen, das Leben auf der Erde zu zerstören und unsere schöne Welt für zukünftige Generationen unbewohnbar zu machen. Die Entwicklung von Kernwaffen bedeutet nicht den Aufstieg eines Landes zu Größe, sondern seinen Abstieg in die dunkelsten Tiefen der Verderbnis. Diese Waffen sind kein notwendiges Übel, sie sind das ultimative Übel.

Am 7. Juli diesen Jahres war ich von Freude überwältigt, als die große Mehrheit der Nationen der Welt dafür stimmte, den Vertrag über das Verbot von Atomwaffen anzunehmen. Nachdem ich die Menschheit in ihrer schlimmsten Form erlebt hatte, erlebte ich an diesem Tag die Menschheit in ihrer besten. Wir Hibakusha haben 72 Jahre auf dieses Verbot gewartet und wir hoffen, dass dies der Anfang vom Ende der Atomwaffen sein wird.“

Wir erwarten von der Bundesregierung, endlich mutig voranzugehen, um die atomare Abschreckung zu überwinden.

Wir fordern: Die Bundesregierung muss das Verbot unterzeichnen und die US-Atomwaffen aus Deutschland abziehen!

Wir unterstützen dazu alle Aktionen im Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe in vielen Städten in Deutschland und weltweit.

Dies ist eine Aktion der Pacemakers und der DFG-VK (Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen) Baden-Württemberg
In Kooperation mit ICAN Deutschland (Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen), IPPNW Deutschland (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges) und der Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“.

www.atomwaffenfrei.de, www.pace-makers.de, www.dfg-vk.de, www.ippnw.de, www.icanw.de


Erstunterzeichner/innen:

Roland Blach (Landesgeschäftsführer DFG-VK Baden-Württemberg), Reiner Braun (Co-Präsident IPB, Berlin), Heidemarie Dann (Hiroshima-Bündnis Hannover), Regina Hagen (Wissenschaft und Frieden), Irmgard Hofer (Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit, IFFF, Vorsitzende), Philipp Ingenleuf (Netzwerk Friedenskooperative), Ernst-Ludwig Iskenius (IPPNW), Heidi Kassai (SGI, ICAN Deutschland), Hermino Katzenstein (MdL Grüne Baden-Württemberg), Marion Küpker (DFG-VK), Pascal Luig (Geschäftsführer NatWiss), Angelika Matt-Heidecker (Oberbürgermeisterin Kirchheim/Teck), Michael Neuser (MdEP, SPD), Klaus Pfisterer (DFG-VK Baden-Württemberg), Horst-Peter Rauguth (geistlicher Beirat pax christi), Lotte Rodi (Friedenswerkstatt Mutlangen), Wolfgang Schlupp-Hauck (Pressehütte Mutlangen), Joachim Schramm (Landesgeschäftsführer DFG-VK NRW), Andreas Schwarz (Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg), Ulrich Suppus (Friedensinitiative Hunsrück), Konstantin Wecker (Musiker), Lucas Wirl (Geschäftsführer IALANA Deutschland - Vereinigung für Friedensrecht), Werner Wölfle (Bürgermeister Stuttgart), Edgar Wolff (Landrat Göppingen)