Aufruf an die Bundesregierung 2022

AUFRUF in Zeitungsanzeigen -

Atombombenopfer mahnen: Beitritt zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag!

Liebe Mitstreiter*innen für eine atomwaffenfreie Welt,

die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki jähren sich 2022 zum 77. Mal. Solche Tragödien dürfen sich nicht wiederholen.

Auf der Staatenkonferenz zum Atomwaffenverbotsvertrag im Juni wurde deutlich, wie sehr wir an einer Weggabelung stehen. Der russische Angriff auf die Ukraine und die Drohung mit Atomwaffen lässt nur einen Schluss zu: die Ächtung dieser Massenvernichtungswaffen voranzutreiben. Die atomare Abschreckung gilt es zu überwinden, denn sie bietet nur eine scheinbare Sicherheit. Statt neuer Hochrüstung braucht es gerade jetzt alle Anstrengungen, um wieder Kooperation zwischen den Staaten zu erreichen. Es braucht Prozessräume um wieder Vertrauen herzustellen. Es bleibt das Ziel der Abrüstung und die Notwendigkeit als Weltgemeinschaft gemeinsam Lösungen im Umgang mit der Klimakatastrophe zu entwickeln.

Fünf Jahre nach Beschluss des Atomwaffenverbotsvertrags haben sich mehrere Hundert Städte am diesjährigen Flaggentag der deutschen Mayors for Peace beteiligt, begleitet von vielfältigen Aktionen lokaler Friedensinitiativen.

Eine Ermutigung, auf der wir für die Gedenktage Anfang August aufbauen wollen.

Aus diesem Grund bitte ich Sie und Euch um Ihre/Eure Unterstützung.

Als ein Teil vielfältiger Aktionen schalten wir Anzeigen in der taz und einer weiteren überregionalen Zeitung am 6. August

>>> Spenden Sie mindestens 20 Euro als Einzelperson oder 50 Euro als Organisation für die Anzeige.

Bankverbindung: Friedenswerkstatt Mutlangen, DE60 6145 0050 0800 2684 99, Kreissparkasse Ostalb, OASPDE6AXXX, Verwendungszweck: Zeitungsanzeigen 6.8.22

>>> Helfen Sie mit und suchen Sie engagierte Menschen aus allen Bereichen der Zivilgesellschaft, Freunde, Bekannte und Verwandte, die den Aufruf ebenso unterzeichnen.

Besten Dank und friedliche Grüße

Roland Blach

Pacemakers, c/o Friedenswerkstatt Mutlangen, Forststr. 3, 73557 Mutlangen, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

ANZEIGENTEXT

Atombombenopfer mahnen: Beitritt zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag!

Am 6. und 9. August 1945 wurden die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. Innerhalb kürzester Zeit verdampften und verbrannten Zehntausende Menschen. In den folgenden Jahrzehnten wurden unzählige weitere Menschen Opfer dieses Infernos sowie der mehr als 2.000 Atomtests in Afrika, Asien, Australien, Europa, Nordamerika und dem pazifischen Ozean.

Vor dem Hintergrund des russischen Angriffs auf die Ukraine im Februar 2022 und der nuklearen Drohgebärden Russlands fand in Wien vom 21. bis 23. Juni die erste Vertragsstaatenkonferenz des UN-Atomwaffenverbotsvertrages statt. Der Vertrag trat am 22. Januar 2021 in Kraft. Bis heute sind ihm 66 Länder beigetreten. Auch die internationale Zivilgesellschaft und die Mayors for Peace waren mit zahlreichen Delegierten in Wien vertreten. Überlebende der Atombombenabwürfe in Japan, der Atomtests sowie ihre Nachfahren berichteten über die beispiellose humanitäre Katastrophe, die diese Massenvernichtungswaffen verursachen.

Heute bedrohen uns weltweit noch immer 12.700 Nuklearwaffen! Die Atommächte planen, Milliardensummen in die Aufrüstung ihrer Arsenale zu investieren. Friedensforscher*innen warnen vor einem neuen nuklearen Wettrüsten. In Deutschland sollen neue Trägerflugzeuge für neue, zielgenauere Atombomben in Büchel angeschafft werden.

Wir begrüßen, dass die Vertragsstaaten in Wien ihre Besorgnis und Bestürzung über die Drohungen mit und den Einsatz von Atomwaffen zum Ausdruck gebracht haben und unmissverständlich „alle nuklearen Bedrohungen, ob explizit oder implizit und ungeachtet der Umständen“ verurteilten.

Wir begrüßen, dass Deutschland an der UN-Konferenz als Beobachterstaat teilgenommen und andere NATO-Staaten ermutigt hat, ebenso daran teilzunehmen.

Wir freuen uns, dass sich neben vielen zivilgesellschaftlichen Gruppen und Kirchen über 600 deutsche Europa-, Bundestags- und Landtagsabgeordnete, fast 140 Städte sowie 4 Landtage für den Beitritt der Bundesregierung zum Verbotsvertrag aussprechen.

Wir bitten die Bundesregierung,

  • Atomwaffen aufgrund der katastrophalen humanitären Folgen ihres Einsatzes zu ächten
  • auf dem Weg zur Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrags auf die atomare Bewaffnung neuer Kampfflugzeuge zu verzichten
  • kooperative Sicherheit durch eine Politik der Friedenslogik in den Blick zu nehmen und damit die nukleare Abschreckung überwinden zu helfen

Wir rufen für den 6. und 9. August deutschlandweit zu Gedenkaktionen auf, um an möglichst vielen Orten sichtbar an die Opfer zu erinnern und einen deutschen Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot zu fordern!

Eine Aktion der Pacemakers – Radmarathon für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen in Kooperation mit der Friedenswerkstatt Mutlangen e.V., den Internationalen Ärzten zur Verhütung eines Atomkriegs (IPPNW) Deutschland e.V., der Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“, dem Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V., Ohne Rüstung Leben e.V.

www.atomwaffenfrei.de, www.pace-makers.de, www.pressehuette.de, www.ippnw.de, www.ohne-ruestung-leben.de, www.lebenshaus-alb.de 

 

Erstunterstützende:

Roland Blach (Koordinator „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ und Pacemakers), Silvia Bopp (Vorsitzende Friedenswerkstatt Mutlangen), Regina Hagen (Darmstädter Friedensforum), Marion Küpker (Friedensreferentin beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes), Dr. Lars Pohlmeier (Co-Vorsitzender IPPNW Deutschland), Michael Schmid (Geschäftsführer Lebenshaus Schwäbische Alb), Michael Wolff (Oberbürgermeister Bretten)

Unterstützt von: